Plug-in-Hybride: Der Verbrauch liegt weit über dem Prospekt

Plug-in-Hybride sehen in Angeboten oft sparsam aus. Reale Verbrauchsdaten zeigen aber: Im Alltag liegen Verbrauch und CO2-Ausstoß deutlich über den offiziellen Angaben.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Plug-in-Hybride stoßen im Realbetrieb deutlich mehr CO2 aus als offiziell angegeben.

  • Der Hauptgrund ist die zu optimistische Annahme, wie häufig elektrisch gefahren wird.

  • Für Fuhrparks können Spritkosten und CO2-Werte in Angeboten dadurch deutlich zu niedrig angesetzt sein.

Realverbrauch statt Prospektwert

Plug-in-Hybride wirken in Angeboten oft besonders attraktiv: niedrige offizielle Verbrauchswerte, niedrige CO2-Werte und der Eindruck, dass ein Teil der Kilometer elektrisch gefahren wird. Die realen Verbrauchsdaten zeigen aber ein deutlich anderes Bild.

Das ICCT hat Verbrauchsdaten von rund 920.000 Plug-in-Hybriden ausgewertet, die zwischen 2021 und 2023 in Europa zugelassen wurden. Der reale CO2-Ausstoß lag deutlich über den offiziellen Herstellerangaben – bei neueren Modellen sogar noch stärker als bei älteren.

Grafik zum Realverbrauch von Plug-in-Hybriden

Warum die Lücke so groß ist

Der Grund ist einfach: In der Zulassung wird angenommen, dass ein Plug-in-Hybrid einen großen Teil seiner Kilometer elektrisch fährt. In der Realität passiert das viel seltener. Die Fahrzeuge werden zu selten geladen, und größere Batterien haben daran bisher wenig geändert.

Fraunhofer ISI und Öko-Institut kommen im Realbetrieb auf deutlich höhere Verbrauchswerte als die offiziellen Angaben. Für Fuhrparks heißt das: Wenn im Angebot der Prospektverbrauch steht, ist der Spritposten bei einem Plug-in-Hybrid oft viel zu niedrig gerechnet.

Was das für Fuhrparks bedeutet

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Quellen und Informationsstand

Stand: 10. September 2026. Grundlage sind ICCT, Öko-Institut und meinbezirk.

  • ICCT: Plug-in-Hybride stoßen fünfmal mehr CO2 aus als offiziell angegeben

  • Öko-Institut: Spritverbräuche und CO2-Emissionen von PHEV im Realbetrieb

  • meinbezirk: CO2-Bilanz von Plug-in-Hybriden schlechter als angegeben